Cocker Spaniel vom Alten Berg

Fütterungshinweise

Bis zum Alter von 6 Monaten erhält Ihr Welpe/Junghund 3 Mahlzeiten täglich, dann gehen Sie auf 2 Mahlzeiten zurück (Breimahlzeit fällt weg), was Sie eigentlich dann auch beibehalten sollten.

Das Endgewicht bei Hündinnen beträgt ungefähr 11,5 - 12,5 kg (bei sehr guter Knochenstärke auch mal 13 kg), bei Rüden 13 - 14 od. 15 kg (je nach Knochenstärke), sollte aber nicht überschritten werden. Natürlich soll Ihr Hund nicht aussehen wie ein ausgemergeltes Rennpferd, aber Pölsterchen auf den Rippen sind auch nicht erwünscht, wobei ein Welpe bis zu ½ Jahr eher etwas zu mollig als zu dünn sein darf.

Grundsätzlich erhält Ihr Hund nur Rind - oder Lammfleisch , gekocht oder roh (evtl. Dosenfleisch - s. späterer Absatz). Unsere Hunde erhalten Ihre Fleischrationen überwiegend roh, und wir hatten noch nie (1967 kauften wir unseren ersten Spaniel) Probleme mit Würmern - gleich welcher Art -. oder Durchfall o. ä. damit

Kaufen Sie z. B. sehr billiges Suppenfleisch (Sonderangebot), es darf ruhig etwas Fett dran sein oder Pansen, oder sprechen Sie mit Ihrem Metzger, sollte er selbst schlachten, ob Sie Kopffleisch vom Rind haben können. Zwischenzeitlich gibt es in sehr vielen Fachgeschäften für Hundezubehör auch Rind- oder Lammfleisch in gefrorenem Zustand zu kaufen.

Auf jeden Fall niemals zum Metzger gehen und sagen, ich möchte etwas für meinen Hund; Sie werden sonst immer auch Schweinefleisch erhalten, dies aber dürfen Sie, gleich in welcher Form auch immer, nie und nimmer füttern, da dies wegen der Pseudowut (übertragen nur Schweine) absolut tödlich sein könnte für Ihren Hund.

Die Fleischmenge, die Ihr Hund täglich erhält, beträgt 180 - 200 g (bei Pansen 1,5-fache Menge).

(Der kleine Welpe erhält ca. 150 g – auf die Mahlzeiten verteilt - so lange, bis die Milch- bzw. Joghurt-/Quarkmahlzeit weg fällt. Dann die Fleischmenge analog der Menge für den erwachsenen Cocker Spaniel erhöhen.)

Für den Welpen schneiden Sie das Fleisch in etwa 1 cm große Stücke, der ältere Hund frisst dann bereits Stücke in fast Gulaschstückgröße. Dazu geben Sie im Handel erhältliche Flocken, Bewi Dog, Doriso Mix, von Grau: Reis-Mix oder Gemüseflocken (das sind gepuffte Getreideflocken) o. ä. Bitte wählen Sie ein Produkt, in dem keine Fleischbrocken enthalten sind, denn Fleisch erhält Ihr Hund ja in roher oder gekochter Form von Ihnen .Oder Sie gehen zu einer Getreidemühle und stellen sich Ihr Flockenfutter selbst zusammen: z. B. auf 5 kg grobe Haferflocken kommen ca. 500 g Dinkelflocken, 500 g Roggenflocken; 500 g Gerstenflocken 200 g Haferkleie, 50 g Weizenkleie, je 50 g Hafer- und Weizenschrot und 250 g geschroteter Leinsamen. Sie können auch Reis oder Nudeln kochen und anstatt Flocken unter das Fleisch mischen. (Alle Getreidesorten erhalten Sie auch in gut sortierten Drogeriefachgeschäften wie dm, Müllermarkt, Reformhäuser.) Natürlich können Sie das Schrot oder die Kleie auch mal weg lassen.

In diese Mischung geben Sie noch täglich die Kalk-/Mineralien-/Vitaminportion, die Ihr Hund dem Gewicht entsprechend benötigt (Welpi-sal, Vitakalk, Dr. Clauders Kalk, oder dergleichen). Die Getreideflockenmischung müssen Sie immer mit kochender Fleischbrühe oder kochendem Wasser überbrühen und ca. 15-20 Minuten quellen lassen. Diesen Mahlzeiten sollten Sie noch rohes oder gekochtes Gemüse - außer Kohl alles – hinzufügen (mit überbrühen!) Am besten eignen sich geraspelte Karotten und/oder Äpfel (nicht überbrühen), gekochter Lauch (diesen bitte nur in sehr kleiner Menge zufügen) Zucchini, Erbsen aus der Dose. Sie können aber auch auf Karottensaft oder Glaskarotten für Babys zurückgreifen. Darüber kommt grundsätzlich 1 Esslöffel gutes Sonnenblumenöl, Distelöl, Rapsöl oder Olivenöl. In den Wintermonaten können Sie auch Lachsöl verwenden (Wintermonaten = wg. Geruch).

Die Breimahlzeit besteht aus ca. 150 ml Milch (Vollmilch/H-Milch, 3,5 %), vermischt mit Alete- oder Milupa-Grießbrei für Frischmilch-Zubereitung für Babys, geriebenem Apfel oder zerdrückter Banane (auch Apfel/Banane aus dem Babyglas ist sehr gut), evtl. auch noch 1 Teelöffel Honig. Unter diesen Brei mischen Sie unbedingt noch 1 Esslöffel Joghurt oder Quark – wegen der Säuerung. Ansonsten besteht Durchfallgefahr.

2x die Woche erhält Ihr Hund 1 Eigelb - roh, immer ohne Eiweiß oder ein ganzes gekochtes Ei - zum Futter.

Unsere Hunde erhalten 1x pro Woche eine Fleischmahlzeit ersetzt durch Fisch und zwar 1 Dose Ölsardinen ohne Haut und Gräten oder Makrelenfilets ebenfalls ohne Haut und Gräten. Dabei wird das Öl etwas abgegossen, der Rest mit den Flocken vermischt. Selbstverständlich kann man auch Fisch (z. B. Seelachs) kochen, dann aber bitte immer sorgfältig entgräten!

Wie Sie diese Mahlzeiten über den Tag verteilen, richtet sich auch nach Ihrem Tagesablauf. Bei 3maliger Fütterung sollte die letzte Mahlzeit nicht nach 17.00 Uhr gegeben werden, wegen der Sauberkeit bei Nacht; bei 2 Mahlzeiten hat sich morgens und abends bewährt. Vor größeren Wanderungen sollte der Hund keine zu üppige Mahlzeit erhalten, aber auch nicht mit ganz leerem Magen gehen.

Bei uns hat sich folgendes bewährt:

Morgens Milchbrei, bei Verweigerung 1 Stück Brot mit Butter oder Quark oder körn. Fischkäse bestrichen in kleine Würfel geschnitten (später als „Guten Morgen“ 1 Stück trockenes Brot oder einen kleinen Hundekuchen).

Mittags und abends jeweils die Fleischmahlzeit - zubereitet wie vor beschrieben.

Die Menge der einzelnen Mahlzeiten beträgt ca. 1 ½ Tassen voll (ca. ¼ l), später etwas mehr. Die richtige Menge richtet sich danach, wie viel Ihr Hund (Welpe oder Junghund) innerhalb von 10 - 15 Minuten frisst, denn dann sollten Sie die Reste wegnehmen, damit er lernt, seinen Napf zu leeren und nicht immer wegläuft, spielt, dann wieder frisst (ähnlich wie bei Kindern, die auch nicht vom Tisch aufstehen sollen, solange der Teller noch nicht leer ist).

Geben Sie Ihrem Hund niemals etwas von Ihrem gewürzten Essen, es sei denn, Sie hätten Spätzle, Nudeln, Reis oder (mild gesalzene) Pfannkuchen übrig. Dieses könnten Sie dann anstatt Flocken unters Fleisch mischen.

Auch gegen ein komplettes Fertigfutter (Trockenfutter) 1x in der Woche ist nichts einzuwenden, da der Hund dieses Futter kennen sollte, damit es auf Reisen später keine Probleme gibt. Hier haben sich „fast“ alle im Zoohandel erhältlichen Trockenfutter = Alleinfutter bewährt (niemals Pedigree, niemals Royal Canin, nie Eukanuba (exteme Tierversuche) niemals Frolic oder Chappi - keine Schmackos als Leckerli - geben!!!! Evtl. müssen Sie wegen der Allergiegefahr darauf achten, dass das Futter frei von Soja ist). Es empfiehlt sich grundsätzlich Trockenfutter in Wasser einzuweichen, denn der Hund braucht bei dieser Fütterung mehr Flüssigkeitszufuhr als bei Frischfütterung, sonst sind Nieren- (Leber-)schäden vorprogrammiert (schon auch wegen der vielen Zusatzstoffe im industriell hergestellten Futter). Stellen Sie dann auch wirklich noch reichlich Trinkwasser zur Verfügung.

Abgesehen davon gibt es auch Dosen mit 100 % Fleisch als Inhalt (Fa. Grau, Fa. Boos). Diesen Inhalt müssen Sie dann wie zuvor beschrieben mit Flocken etc. mischen.

Grundsätzlich: Frisches Wasser muss immer bereit stehen

Wir wollen aus der Fütterungsanleitung keine Wissenschaft machen - bei eventuellen Fragen hierzu - bitte jederzeit anrufen.

Und noch ein Tipp für Sie: Lassen Sie Ihren Hund nie bei Ihnen am Tisch sitzen, wenn Sie beim Essen sind. So kommen Sie nicht in Versuchung, ihm ob seines treuen Blicken etwas vom Tisch zu geben. Und es ist doch sehr angenehm, wenn man mit dem Hund überall hingehen kann, ohne dass er bettelnd am Tisch sitzt. Weisen Sie ihm in dieser Zeit entweder seinen Platz oder eine andere Stelle in gewisser Entfernung von Ihnen zu.

Fütterung in Kurzform für erwachsene Cocker Spaniels

Täglich 1 Mahlzeit; zum Knabbern - rohe Karotte, Apfelschnitze, Hundekuchen

Mahlzeit:

ca. 180 – 200 g Rind- oder Lammfleisch
dazu entweder ca. 60 g (4 Esslöffel) Haferflocken oder 200 g. gekochte Nudeln,

oder 300 g gekochten Reis oder 400 g gekochte Kartoffel in Breiform (nicht aus der Tüte!), 1 Esslöffel Öl und ca. 5 g Mineralstoffbeimischung, Gemüse nach Belieben.
(Napf ist dann etwa gut zur Hälfte voll).
(Die Menge richtet sich auf alle Fälle immer nach dem Gewicht des Hundes, Fettpolster sind nicht erwünscht, aber zu magere Hunde auch nicht. Bei Zuviel an Polster, die Kalorienmenge über die Flocken-/Nudel-/Reismenge reduzieren!)

2x die Woche entweder 1 rohes Eigelb oder gekochtes ganzes Ei.

Die Hälfte Fleisch kann auch durch 150 g Quark oder körnigen Frischkäse ersetzt werden.

1x die Woche kann die ganze Fleischportion durch 1 Dose Sardinen ohne Haut und Gräten oder gekochten Fisch – ohne Gräten - ersetzt werden. (Etwas Öl aus der Dose abgießen!).

Mein Hundekuchenrezept:

Aus 1 kg Dinkelvollkornmehl (evl. auch Roggenvollkornmehl und Dinkelvollkornmehl mischen) 1 Würfel Hefe, 10 Esslöffel Öl, 300 g geraspelte Karotten, 1 Bd. zerkleinerte Petersilie, 1 gestr. Teelöffel Salz und so viel Fleischbrühe, Gemüsebrühe oder lauwarmen Wasser wie notwendig einen schweren Brottteig herstellen. Ca. 1 Stunde gehen lassen. Dann ca. 1 cm (oder etwas weniger) dick ausrollen und je nach Lust und Laune mit Formen Hundekuchen ausstechen oder einfach nur Vierecke schneiden. Im Backofen bei 200° 15 Minuten backen, dann nochmals 10 Minuten (mindestens) bei 170° backen. Anschließend 30 Minuten bei geöffneter (Kochlöffelstiel dazwischen klemmen) Backofentür trocknen.
Und nun guten Appetit, denn die Hundekuchen könnten Sie auch selbst knabbern.


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